Freitag, 21. November 2014

Nachts im Zoo: 3000 Besucher kommen vorbeiMontag, 02. Juli 2012

Weitere Bilder Viele Attraktionen gab es für die Besucher am Smastagabend im Zoo. Foto: Etzkorn

Nacht im Zoo: Rund 3000 Abend-Besucher erleben am Samstag einen Tierpark im Fackelschein, riskieren einen Gang durch das Löwengehege und sind hautnah dabei, als die vorwitzigen Kattas gefüttert werden.

Am Nachmittag sitzt Zoochef Jörg Adler im Büro vor seinem Computer und blickt auf das Wetterradar: „Gott sei Dank, es bleibt trocken und schön warm.“ Gemeinsam mit 20 Tierpflegern und einem ganzen Stab von Helfern hat er sechs Wochen lang seinen Tierpark am Aasee auf den ungewöhnlichen Abend vorbereitet.

Adler will Menschen für den Zoo begeistern, die nicht zum Stammpublikum zählen. Jahreskarten haben keine Gültigkeit, auch Mitglieder des Zoovereins dürfen nicht gratis rein. „Wir wollen Sympathien wecken und auch mal andere Zielgruppen erreichen“, sagt Adler.

Bereits im vergangenen Jahr sollte die Zoo-Nacht quasi als Einstimmung auf das Projekt Elefanten-Park über die Bühne gehen. Doch nach der Loveparade-Katastrophe waren die Sicherheitsbestimmungen für Großveranstaltungen drastisch verschärft worden. „Wir brauchten Zeit, um sicher planen zu können“, sagt er. Und sein neues Domizil für die Rüsselträger ist inzwischen gut sichtbar. Der Bullenstall steht im Rohbau, auch die Betonwände des großen Badebeckens für die Dickhäuter sind bereits gegossen.

20 Meter über dem Elefantenpark

Vom 20 Meter hohen Korb des Hubsteigers aus ist die Großbaustelle optimal zu sehen, die Besucher stehen Schlange für den Blick aus der Vogelperspektive auf das großzügig gestaltete Areal. „Vielleicht kommt so auch noch die eine oder andere Spende rein“, hofft Adler.

Für die kleinen Zoobesucher ist die Fütterung der Kattas, das Streicheln der Kamele und die Kletterei auf den Baumstämmen im Löwengehege spannender. Während die Syrischen Braunbären eine dicke Eiskugel ablecken, kratzen davor die Kinder ebenfalls in einem gefrorenen Wasserblock. Wer Glück hat, findet eine kleine Perle. Der Blick hinter die Kulissen bringt auch im Elefantenhaus neue Eindrücke. Die wuchtigen Stahlgittertore sollen die Besucher vor den tonnenschweren Tieren schützen, am Samstag darf jeder mal selbst „Elefant sein“.

„Liebe der Schwäne“

Ein Highlight ist schließlich die „Liebe der Schwäne“. Fréderic Zipperlin, Direktor des Cirque Bouffon, lässt sich in einer aufgeblasenen Kugel hinter einem Schwanen-Tretboot durch den Zookanal ziehen. Im Schwan hocken Adler und Event-Managerin Romy Dircks. Eine Hommage an die schwarze Trauerschwänin Petra, deren tierische Liebe zu einem Tretboot vor Jahren weltweit für Schlagzeilen sorgte. Um Mitternacht dürfen Löwe, Elefant und Co. wieder zurück in ihre Anlagen und Gehege. Ab jetzt soll es wieder jeden Sommer einen langen Abend im Zoo geben.

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Beitrag von: Kaufen und Sparen
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