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Die Jury kürte den Wagen der "Närrischen Weiber" zum besten des Umzugs. Foto: Münsterview
Karneval in Münster: Fast 100 000 Menschen feierten den Rosenmontagszug entlang der Straßen. 110 Wagen und Fußgruppen waren fünf Stunden unterwegs. Für den neuen Rosenmontagszug-Kommandanten Gerd Meier ist es der ersehnte Traumstart.
„Mehr und besser geht nicht“, sagt auch der erfahrene Bürgerausschuss-Akteur und Rosenmontagsfahrer Diethardt Oeding. „Ich hab es ja gleich gesagt, mein Kontakt zu Petrus ist gut“, meint Meier kurz nach seiner fast vierstündigen Jungfernfahrt als Zugchef auf dem Kommandowagen. Am Morgen hat es noch leichte Aufstellprobleme auf dem Hindenburgplatz gegeben. Weil der Zirkus Renz nicht rechtzeitig alle Wagen vom Platz abfahren ließ, fehlt Raum für die anrückenden Umzugswagen. Mit etwas Improvisation und gutem Willen klappt es doch noch, mit leichter Verspätung rollt der Zug um 12.15 Uhr los.
Manche Wagenbauer haben angesichts des aktuellen Entwicklung in Sachen Wulff an ihren großen Fahrzeugen noch nachgebessert. Bei den Paohlbürgern landet der ehemalige Bundespräsident ganz einfach in der Klo-Spülung und der Wirtschaftsverbund Hiltrup hat an seiner „Wulffs-Burg“ das Plakat „Nachmieter gesucht“ gehängt. Bei der KG Pängelanton sieht man Merkel und Sarkozy vereint im Ballonkorb über dem Euro-Sparplan brüten.
Der Rosenmontagsjury des Bürgerausschusses gefiel der Wagen von den „Närrischen Weibern aus Münster“ am besten. Unter dem Motto „Esst mehr Zwiebeln und Gemüse, das fördert die Vergaserdüse“ ist auf dem Gefährt der Bürgerausschuss-Damen allerlei Gesundes schick und farbenfroh dekoriert. Bei den Fußgruppen sind erneut die Frauen der Karnevalsgesellschaft Hiltrup ganz vorn. Wie schon beim Umzug im eigenen Stadtteil begeistern sie als überdimensionale Cocktail-Gläser.