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Der Hafen wird ohne die Osmohallen (ganz links) nicht mehr derselbe sein. (Foto: Neubauer)
Die Osmo-Hallen sind nicht zu retten. Künftig werden dort keine Großveranstaltungen mehr stattfinden. Zu teuer wäre es, die Bereiche zu sanieren, deren Standsicherheit laut des Gutachtens des Ingenieurbüros Thomas & Bökamp gefährdet sind.
Das ist die klare Aussage, die sowohl Insolvenzverwalter Michael Mönig, der Mieter der am Wasser liegenden Hallen, als auch Andreas Deilmann, der Besitzer der Hallen zwischen Hafenweg und Schillerstraße, am Freitagnachmittag trafen.
Zwar sind nicht alle Hallen akut einsturzgefährdet, aber die Konstruktion ist laut Gutachter Dr. Heinrich Bökamp so beschaffen, dass es an keiner Stelle ausreichend Sicherheit geben wird. „Um in die sicheren Hallen zu gelangen, muss man an den einsturzgefährdeten Bereichen vorbei“, sagte Ulrich Albrecht vom Bauordnungsamt der Stadt. „Deshalb würden wir auch für Teilbereiche der Hallen keine Nutzungsgenehmigung erteilen.“
Dass die Schäden an den Osmo-Hallen am Hafen so massiv sind, hat sowohl Andreas Deilmann als auch Insolvenzverwalter Michael Mönig überrascht. „Ich bin schockiert“, sagte Mönig. „Ein Ergebnis in dieser krassen Ausführung hätte ich nicht erwartet.“ Laut Bökamp haben einige Dachkonstruktionen schlicht einen Totalschaden. „Dies zu reparieren, wäre quasi genauso teuer wie ein kompletter Austausch.“
Die Veranstalter der Hafenarena, des Hafenkinos und des Oktoberfests wollen laut Christian Wasmuth in den nächsten Wochen bereits Verträge für Alternativplätze abschließen. Größere Probleme sieht Dieter Rosenbaum, Veranstalter des Sparda-Münster City-Triathlons. „Für die Wechselzone, die Messe und den Verpflegungsbereich werden wir sicher Flächen auf der anderen Hafenbeckenseite finden“, sagt er. „Doch die Streckenführung ist schwierig. Die Triathleten müssen irgendwie auf die Schillerstraße kommen.“ Dies sei nur mit einer Sperrung des Hansarings oder vorbei an der Feuerwache 2 über den Lütkenbeckerweg möglich. Beim Hafenfest wird es dagegen keine Änderung geben, da die Veranstalter wegen der ursprünglich zeitgleich stattfindenen Hafenarena die Hallen sowieso nicht eingeplant hatten.
Die Diskothek Heaven ist von all dem nicht betroffen. Für diesen Teil der Osmo-Hallen am Hafen gibt es laut den Gutachtern des Ingenieurbüros Thomas & Bökamp keine Sicherheitsbedenken.