Sonntag, 26. Oktober 2014

Erste Weltmeisterschaft im Spindschießen in MünsterFreitag, 15. Juni 2012

Weitere Bilder Daniel Nölleke, Miterfinder des Spindschießens, macht es vor: Mit einem Fuß auf der Base versucht er den Ball in den Spind einzulochen.

Es ist eine Mischung aus Squash und Minigolf. Ein Ball, ein Schläger, ein Ziel. Nur dass das Ziel ein Spind ist. Spindschießen heißt die neue Sportart aus Münster. Und diesen Samstag finden bereits die ersten Weltmeisterschaften statt. Antreten werden wahrscheinlich nur ein gutes Dutzend Athleten.

Der Austragungsort: eine Umkleidekabine. Die Regeln: ganz einfach. Ein Spieler bestimmt einen Spind und den Standort, von dem aus geschlagen werden soll, die sogenannte Base. „Er bestimmt auch, wie sehr der Spind geöffnet ist und ob Gegenstände darin liegen“, erklärt Daniel Nölleke, Miterfinder der Sportart.

Die restlichen Mitspieler müssen nun versuchen von der Base aus den Ball einzulochen. Das ist gar nicht so einfach: „Die Spinde sind meist ein wenig schräg gebaut, sodass der Ball oftmals nicht liegen bleibt“, erklärt Nölleke. Wenn der Ball aus dem Spind fällt, gibt es keinen Punkt. Jeder Spieler hat nur einen Versuch, danach geht es von vorne los. Neuer Spind, neuer Standort.

Überall austragbar

„Ballgefühl, Präzision und Geduld sollte jeder Spieler mitbringen“, sagt Nölleke. Es könnte manchmal dauern bis man den Spind treffe. Beim Schläger und Ball haben die Spieler freie Wahl.

Er selbst spielt bereits seit einigen Jahren Squash. Zusammen mit seinem Mitspieler habe er sich vor sechs Jahren überlegt, das Spiel in die Umkleide zu verlegen. Neben dem sportlichen Aspekt reizt Nölleke, dass Spindschießen überall gespielt werden kann.

„Überall, wo Spinde stehen, wie etwa am Bahnhof oder in der Unibibliothek“. Bis jetzt haben sie nur in den Umkleiden der Sport-Centren in Münster gespielt. Die Reaktionen seien positiv ausgefallen.

Eine Partie zwischendurch

„Wenn manche in die Umkleide kommen und uns spielen sehen, machen sie spontan mit“, sagt Nölleke. Das Spiel dauert unterschiedlich lang. Nölleke hat Partien gespielt, die eine Stunde gedauert haben. Es kann aber auch nur fünf Minuten gehen.

Auch regelmäßiges Training sei nicht notwendig. „Wie spielen es zwischendurch.“ Das sei das Tolle an diesem Sport. „Es ist aber noch alles im Entstehen.“ So legt der Verband, der aus 14 „Spindschützen“ besteht, gerade das Regelwerk fest. „Es ist eine Schnapsidee, die von uns ernsthaft betrieben wird“, sagt Nölleke. Sie haben bereits eine eigene Website und lassen sich gerade als Verein eintragen.

Spinde auf Squash-Spielfelder

An diesem Samstag werden im Sport-Centrum in der Borkstraße die ersten Weltmeisterschaften ausgetragen. Dafür werden Spinde auf die Squash-Spielfelder getragen. Mitmachen kann jeder.

Einen „Traumspind“ hat Nölleke nicht. „Am meisten würde es mich freuen, andere beim Spindschießen zu sehen und zwar in einem absurden Kontext.“ So stellt er sich etwa vor, wie US-amerikanische High-School-Schüler auf ihre mit Justin-Bieber-Aufklebern verzierten Spinde zielen.

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Beitrag von: Kaufen und Sparen
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